Ahoi Kinder – dies ist eure Seite!

Eine Fahrt mit dem Schiff oder Floß ist immer eine auf­re­gende Sache. Ihr geht an einer Anlege­stelle über einen Steg an Bord, die Lei­nen werden gelöst und schon seid ihr auf dem Wasser – es geht los!

(Eure Aus­rüs­tung: Fern­rohr und Kom­pass, wenn mög­lich)


Auf dem Fluss gibt es viel zu erleben:

  • Überall tummeln sich Wanderer und Rad­fahrer, viele Wasser­vögel, z. B. Möwen, Reiher und inte­res­sante Pflan­zen am Ufer.
  • Besonders gut kann man Tiere mit dem Fernrohr oder ganz nah beobachten, wenn man das Natur­schut­zgebiet Zug­wiesen besucht, es liegt direkt am Neckar.
  • Der Hafen mit seinen rie­si­gen Con­tainer­ver­lade­anla­gen und großen Kränen ist vom Schiff aus gut zu sehen.
  • Schleusen sind spannend, dort werden Schiffe nach oben und unten „geho­ben”.
  • Wenn ihr unter­wegs einem großen Binnen­schiff begegnet, könnt ihr euch die Fracht­schiffe ganz genau anschauen, und dem Kapitän und den Kindern an Bord zu­win­ken.
  • Vieles, was ihr kennt, sieht vom Schiff aus ganz anders aus.
  • Mit einem Kompass kann man genau erkun­den, in welche Himmels­rich­tung das Schiff fährt.


Die Scheuse: ein „Fahrstuhl" für Schiffe

Wozu gibt es überhaupt Schleusen?

Die Flüsse, die wir heute kennen, sind meist begra­digt und aus­ge­baggert, damit Schiffe auf Ihnen fah­ren können. Um grö­ßere Un­eben­hei­ten, „Stufen”, aus­zu­glei­chen, werden Schleu­sen gebaut. In ihnen können Schiffe nach oben und unten be­för­dert werden. In der Ani­ma­tion könnt Ihr es sehen:

  • Bergfahrt, (nach oben/strom­auf­wärts): ein­fahren – Tore unten schließen – Schleusen­kammer füllen – Tore oben öffnen – aus­fahren,
  • Talfahrt, (nach unten/strom­ab­wärts): ein­fahren – Tore oben schließen – Schleusen­kammer leeren – Tore unten öffnen – aus­fahren.

Je nach­dem, in welche Rich­tung das Schiff fährt, muss das Was­ser aus der Kam­mer gepumpt werden, oder sie wird mit Wasser gefüllt. Das Wasser kann ein großes Schiff so an­he­ben, dass es auf einer er­höh­ten Stu­fe im Fluss wei­ter­fah­ren kann. Lässt man das Was­ser ab, kann das Schiff wei­ter unten wie­der aus der Schleu­se fah­ren.


Das Schleusentor geht auf!

Besonders spannend ...

... wird es, wenn das Schiff in eine Schleu­se fährt. Sie ist so eng, dass man meint, das Aus­flugs­­schiff passt nie­­mals hinein. Aber es passiert nie etwas.

Beim Abwärts­­schleu­sen glei­­tet man an der Mauer der Schleuse ganz sanft nach unten, und nach dem Öffnen des Schleu­sen­­tores kann das Schiff ganz ein­­fach weiter­fahren.

Beim Auf­wärts­­schleu­­sen fährt man unten in eine ganz hohe Schleuse hinein und das Schiff wird wie von Geis­­ter­­hand nach oben gescho­ben.


Vor- und Nachteile von Schleusen – warum Fische fluss­auf­wärts schwimmen müssen

Schleusen sind also sehr nütz­lich, haben aber einen Nach­teil. Fische, die den Fluss zum Laichen, (zur Ei­ab­lage), strom­auf­wärts schwimmen müssen, können Schleu­sen nicht über­win­den. Im Natur­schutz­gebiet Zug­wiesen hat man durch einen kleinen Kanal wieder eine Mög­lich­keit geschaf­fen, dass Fische an der Schleu­se vorbei schwimmen können. Dies sollte aller­dings über­all der Fall sein.

Der Neckar hat sehr viele Schleusen. Dies könnt ihr auf dem Neckarlauf sehen.


Kleine Knotenkunde für große Kapitäne

Vielleicht feiert Ihr ja Geburtstag an Bord, dann gibt es sicher Kuchen und viele Süßig­kei­ten. An den großen Tischen kann man unterwegs malen und basteln. Oder Schiffs­knoten üben.

Wer einen der Knoten nach­knüp­fen kann, erhält von der Besat­zung an Bord eine kleine Beloh­nung. Viel Spaß auf dem Schiff oder auf dem Floß!


Lektion 1:

Der Achtknoten

Der „Acht­knoten” wird gern ans Ende einer Lei­ne ge­knüpft, um ein Heraus­rut­schen zu ver­hin­dern, zum Bei­spiel bei der Anorak-Kapuze, oder am Ende einer Schot beim Segeln. Wenn man eine Leine gut fest­hal­ten muss, ist ein sol­cher Kno­ten am Ende sehr grif­fig.


Lektion 2:

Der Kreuzknoten

Dieser Knoten wird ver­wen­det, um zwei gleich dicke „Enden“ mit­ein­an­der zu ver­bin­den. Auch ein Hals­tuch oder ein Gür­tel sehen so besser aus, als mit einem so­genann­ten „Haus­frauen­knoten“. So geht’s: Man macht einen ein­fachen Knoten und behält das Ende in der Hand, mit dem man über das andere ge­schla­gen hat. Mit diesem Ende macht man einen zwei­ten Kno­ten. Die ein­fache Re­gel heißt: Was oben ist, muss oben blei­ben; was unten ist, muss unten bleiben.


Lektion 3:

Der Halbe Schlag

Auch dieser ein­fache Knoten dient dazu, ein „loses Ende“, (sprich: Tau), an einem Ring oder einer Stange zu be­fes­ti­gen. Zur Sicher­heit macht man auf den ers­ten „Halben Schlag“ noch einen zweiten.


Lektion 4:

Der Webeleinenstek

Mit diesem Knoten kann man zum Bei­spiel ein Pferd am Saloon oder einen Fender an der Re­ling befes­ti­gen. Seinen Namen hat der leicht zu lö­sende Knoten aus der Zeit der Groß­seg­ler. In einem Netz aus Webe­lei­nen, die zwischen die Wan­ten gefloch­ten wurden, konnten die Matro­sen bis in die Rahen auf­entern.


Lektion 5:

Der Kopfschlag

Der Kopf­schlag bildet den Ab­schluss beim Befes­ti­gen einer Leine an einer Klampe.

Das Bele­gen einer Klampe beginnt man so, dass die Leine ein­mal um den Fuß der Klam­pe herum ge­führt wird, und zwar so, dass die Enden dabei nicht über­ein­ander liegen.

Dann geht man einige Male über­kreuz und endet mit einem Kopf­schlag; dazu ein­fach in der Hand ein Auge drehen und über die Klampe legen. (Nicht durch­fädeln!) Wichtig hierbei ist, dass der Kopfschlag nicht paral­lel zur Klampe ver­läuft!

Quelle: www.seemannsknoten.info


Unsere Lieblings­bilder von euch

Könnt Ihr auch so schön malen? Dann bringt Eure Mal­sachen mit an Bord und malt für uns ein Bild. Gebt es bei uns ab und ihr be­kommt dafür eine Beloh­nung. Die schöns­ten Bil­der werden hier ver­öffent­licht.


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